Prozess um versuchte Vergewaltigung in Görlitz
Im Prozess um die versuchte Vergewaltigung einer Görlitzerin haben sowohl das Opfer als auch ein Hausbewohner die Vorwürfe der Anklage bestätigt. Sie sagten heute Nachmittag vor dem Landgericht Görlitz aus. Angeklagt ist ein 42-jähriger Syrer. Er soll versucht haben, im Oktober vergangenen Jahres die Frau im Treppenflur eines Mietshauses an der Löbauer Straße zu vergewaltigen. "Ich habe nichts getan"Der Angeklagte bestreitet die Tat: "Ich habe nichts getan". Er sei der Frau hinterher gelaufen, weil er dachte, dass sie Hilfe brauche. Plötzlich habe sie laut um Hilfe geschrien. Danach seien drei Männer gekommen und hätten ihn mit einer Metallstange geschlagen. Weil er zuvor eine Flasche Wodka getrunken habe, könne er sich an Einzelheiten nicht mehr erinnern.
Die Frau schilderte detailliert die Tat. Sie war bis in die Nacht mit einer Freundin unterwegs - in einem Spielcasino und in einem Restaurant. Auf dem Nachhauseweg trennte verabschiedete sie sich von ihrer Freunden. Allein betrat sie das Treppenhaus zu ihrer Wohnung und wollte noch kurz nach Post in ihrem Briefkasten schauen. In diesem Moment erblickte sie den Angeklagten. "Messer an den Hals gehalten"Er habe sie mit einer Hand an den Haaren gepackt, sie auf die Treppe geschubst und ihr eine Messerklinge an die Wange gehalten und ihr die Hose heruntergezogen. Die Frau schrie, biss ihn und wehrte sich. Ein Hausbewohner eilte ihr zur Hilfe. „Er lag auf ihr, wollte sie vergewaltigen“Der Fitnesstrainer und Kickboxer sagte aus, dass der Angeklagte auf der Frau gelegen und ihr ein Messer an die Kehle gehalten habe. „Er lag auf ihr, wollte sie vergewaltigen“, so der Zeuge. Der 47-Jährige trat mit den Fuß gegen den Kopf des Angeklagten. Daraufhin sei der Syrer aufgestanden und habe ihn mit dem Messer attackiert. Im Kampf zog sich der Hausbewohner eine Schnittwunde an der Hand zu. Dann rannte der Angreifer weg. Er wurde wenig später im Stadtgebiet von Görlitz gestellt.Der Prozess wird am 20. März fortgesetzt.