++ EIL ++

Prozess zu Bluttat in Bischofswerda - Angeklagter schweigt

Zuletzt aktualisiert:

Der Fall sorgte für Aufsehen über die Grenzen der Lausitz hinaus. Für eine Bluttat Anfang Januar in Bischofswerda muss sich seit heute ein in Kasachstan geborener Mann mit deutschem Pass  vor dem Landgericht Görlitz verantworten. Der 45-Jährige soll seinen Bruder erstochen haben. Das Opfer verblutete. Angeklagt ist Totschlag.

Der Angeklagte wollte seinen Bruder zur Rede stellen, weshalb er nicht mal seinen todkranken Vater besuchen geht. Beide trafen sich auf dem Bischofswerdaer Altmarkt. Sie waren in Begleitung. Beide hatten tief in die Flasche geschaut. Zunächst habe der Angeklagte einen der Begleiter des Bruders mit zwei Messerstichen verletzt, so die Staatsanwältin Die beiden Männer rannten weg. Der Bruder stand nun allein da.

Die Lage eskalierte. Er habe nun mit einer Klappsäge eine Frau attackiert, die mit dem Angeklagten unterwegs war. Sie erlitt Kratzer an Hand und Nase. Daraufhin soll der Angeklagte viermal auf seinen Bruder eingestochen haben, „zielgerichtet in den Oberkörper“. Der stark Blutende schleppte sich noch ein Stück, brach schließlich zusammen und verstarb wenig später im Krankenhaus in Bischofswerda.

Während die Staatsanwältin die Anklage verlas, brachen zwei Angehörige des Opfers in Tränen aus. Der Angeklagte blieb dagegen ungerührt, er zeigte keine Gefühle. Der Prozess wird am 13. Januar fortgesetzt. Dann soll er Gelegenheit bekommen, sich zu den Vorwürfen zu äußern.