Prozess zu Bluttat in Laußnitzer Heide
Die Tat hatte Entsetzen und Fassungslosigkeit ausgelöst. Bei einer Technoparty in der Laußnitzer Heide war im Mai vergangenen Jahres eine 21-Jährige getötet worden. Sie wurde am nächsten Morgen mit zahlreichen Messerstichen gefunden. Die Ermittler fanden schnell einen Tatverdächtigen, den Freund der Getöteten.
Ab heute wird der Fall am Landgericht in Dresden verhandelt. Der heute 17-Jährige stand zur Tatzeit offenbar massiv unter Drogen. Ein Gutachter hat bei ihm eine paranoide Schizophrenie festgestellt. Die Staatsanwaltschaft geht deshalb davon aus, dass er schuldunfähig ist. Sie hat ein sogenanntes Sicherungsverfahren beantragt – mit dem Ziel, dass der Jugendliche für lange Zeit in der Psychiatrie weggeschlossen bleibt.
Der 16-Jährige aus der Nähe von Pirna befindet sich bereits seit der Festnahme in der geschlossenen Psychiatrie in Arnsdorf. Er habe offenbar keine Erinnerungen an die Tat.
Geplant sind sieben Prozesstage. Das Urteil soll voraussichtlich am 27. Februar fallen. Die Verhandlung wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt.
