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Prozess zu Bluttat mit Fleischerbeil in Niesky

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Ein 24-jähriger Nieskyer soll einen 18-Jährigen mit einem Fleischerbeil fast umgebracht haben. Am kommenden Mittwoch beginnt der Prozess. Der Fall wird am Landgericht Görlitz verhandelt. Angeklagt ist versuchter Totschlag. Die Staatsanwaltschaft hat ein sogenanntes Sicherungsverfahren beantragt.

Was heißt das?

Das heißt, sie will – um es mal im Volksmund auszudrücken , dass der Angeklagte den Paragraphen bekommt, also in die Psychiatrie gesteckt wird und nicht ins Gefängnis. Warum? Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Auszubildende Drogen genommen hatte, deshalb nicht schuldfähig war, als er seinem Opfer mit dem Beil das Schädeldach spaltete.

Das Opfer hatte viel Glück. Es wurde nach Stunden nach einem Hinweis des Angeklagten in dessen Wohnung gefunden und anschließend durch eine Not-OP gerettet.