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Prozess zu Einbruch in Zittauer Antiquitätenladen

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Der Prozess zum Einbruch in einen Zittauer Antikhandel geht möglicherweise schneller zu Ende als geplant. Gegen zwei Angeklagte – 38 und 42 Jahre alt - könnte das Verfahren eingestellt werden. Der Dritte – 22 Jahre alt - kann mit einer milden Strafe rechnen – bei einem glaubhaften Geständnis. Ein entsprechendes Angebot machte der Vorsitzende Richter den Prozessparteien,  mit Blick auf die nach seinen Worten sehr dünne Beweislage.

Seit heute müssen sich zwei Brüder und ein Neffe aus der Familie vor dem Landgericht Görlitz verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, entweder selbst den Einbruch begangen oder die gestohlenen Antiquitäten im Gesamtwert von 25.000 Euro erworben zu haben. Zwei Angeklagte bestreiten dies, der Dritte - der Neffe der Brüder -  hat sich dazu nicht geäußert.

Einer der Brüder gab an, zur Tatzeit nicht in Zittau gewesen zu sein, sondern in seinem Wohnort in Hagen in Nordrhein-Westfalen. Der andere Bruder sagte, dass er auf einem Parkplatz von einem Mirko  "Schrott gekauft" (Kupferrohre, Wasserhähne...) und diesen "Schrott" weiterverkauft habe (Gewinn: 26 Euro).

Bei dem Einbruch vor Weihnachten 2015 wurden laut Anklage  u.a. Porzellan, historische Bücher, eine Standuhr, Modellautos, Fenstergriffe und Türbeschläge gestohlen. Ein Teil der Beute soll bei zwei der Angklagten gefunden worden sein.

Im Raum stehen weitere Vorwürfe. Sie reichen von Körperverletzung über Diebstahl und Betrug bis zu Sachbeschädigung. So soll einer der Angeklagten - er sitzt derzeit in Haft, ist drogen- und akoholabhängig - in eine Einrichtung für betreutes Wohnen in Zittau eingedrungen sein und Portemonnaise von Bewohnern gestohlen haben. Sein 22-jähriger Neffe soll einen Bekannten geschlagen. Fahrräder aus einem Keller gestohlen und ein Auto mit schwarzer Farbe besprüht haben.

Der Prozess wird am Nachmittag fortgesetzt.