Prozess zu Großbrand in Görlitz am 19. Februar
Knapp ein Jahr nach dem Großbrand auf einem Autoservice-Gelände an der Reichenbacher Straße (Maro-Gewerbepark) in Görlitz muss sich nun ein Mechaniker vor Gericht verantworten. Ihm wird am 19. Februar der Prozess gemacht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm fahrlässige Brandstiftung vor. Ein Prozesstag ist geplant. Augenzeugen und Polizisten sollen gehört werden.
Der Mann wollte offenbar ein Auto verschrotten. Er soll ein Loch in den Tank gebohrt haben, um den Kraftstoff abzulassen. Das auslaufende Benzin geriet in Brand. Die Flammen breiteten sich rasch auf die über 40 Meter lange denkmalgeschützte Halle aus. Sie brannte völlig aus. Die Staatsanwaltschaft schätzt den Schaden auf rund 6,4 Millionen Euro, der geschäftsführende Gesellschafterdes Maro-Gewerbeparks, Carl Vielhaben, geht dagegen von über neun Millionen Euro aus. Den Ermittlungen zufolge stand der Beschuldigte unter Alkohol.
Gestern wurde der Mechaniker vom Landgericht Görlitz zu 25.000 Euro Schadenersatz verurteilt. In dem Zivilverfahren ging es u.a. um drei offene Mieten und die Kosten für den Objektschutz. In diesem Prozess äußerte sich der Beklagte nicht.