++ EIL ++

Prozess zu Versandhan­delsbetrug - Verfahren gegen Görlitzer eingestellt, Freispruch für Berliner

Zuletzt aktualisiert:

Im Prozess zu einem Versand­han­del­be­trug wird nur noch gegen einen der drei Angeklagten vor dem Amtsge­richt Görlitz verhan­delt. Der Amtsrichter sprach am Nachmittag einen 25-jährigen Berliner frei, gegen einen 27-jährigen Görlitzer wurde das Verfahren einge­stellt. Der Prozess gegen den dritten Angeklagten wird am 2. August fortge­setzt.

Die Staats­an­walt­schaft hatte die Drei angeklagt. Ihnen wurde vorge­worfen, Waren bei Versand­häu­sern bestellt, aber nicht bezahlt zu haben. Fast 20 Fälle wurden in der Anklage aufge­listet. Der Wert der einzelnen Pakete lag zwischen 100 und 600 Euro. Der Anklage zufolge spähten sie eine leerste­hende Wohnung an der Bäcker­straße in der Görlitzer Altstadt aus, beschrif­teten den Brief­kasten und das Klingel­schild mit dem Namen „Müller“. Der Postbote gab die Pakete in einem benach­barten Trödel­laden ab. Mit einer gefälschten Vollmacht sollen die Angeklagten die bestellten Waren abgeholt haben. Dazu gehörten Schmuck, Parfüm, Kosme­tika und Lego-Spiel­zeug. Die Waren sollen sie dann in einem An- und Verkauf in der Görlitzer Innen­stadt abgesetzt haben.