Randale vor Pokalspiel in Bischofswerda - sieben Verletzte
Fußball-Oberligist Bischofswerdaer FV 08 hat den Einzug ins Sachsenpokal-Finale knapp verpasst. Die Oberlausitzer verloren am Nachmittag gegen Lok Leipzig – allerdings erst im Elfmeterschießen. Endstand: 5:3 für die Messestädter. Vor dem Anpfiff kam es zu Ausschreitungen. Sieben Personen wurden verletzt – darunter zwei Polizisten und zwei Ordner.
Die Polizei ermittelte neun Tatverdächtige: Sechs Leipzig-Fans und drei einheimische Anhänger. 15 Strafanzeigen wurden aufgenommen. Gewalttätige Fans hatten den Gästeeingang gestürmt. Ein Bierstand wurde demoliert, Scheiben zerschlagen. Gegen Polizisten flogen Kisten, Flaschen und ein Senfeimer. Ein Beamter sei mit einer Eisenstange attackiert worden, sagte der Diensthabende im Führungs- und Lagezentrum Görlitz unserem Sender. Fans zündeten verbotene Feuerwerkskörper.
Informationen, wonach ein Ordner mit einem Messer verletzt worden sei, bestätigte die Polizei nicht. Die Ermittlungen dauern an.
Bei den Ausschreitungen vor dem Fußballpokalspiel in Bischofswerda ist ein Schaden von mehreren 10.000 Euro entstanden. Zu den rund 270 Fans aus dem gewaltbereiten Spektrum gehörten laut Polizei auch drei Männer im Alter von 25, 28 und 45 Jahren, gegen die bundesweit ein Stadionverbot besteht.
Weitere Vorkommnisse gab es bei der An- und Abreise der Leipzig-Fans. Wie die Bundespolizei mitteilte, wurden in einem Trilex-Zug nach Bischofswerda im Bereich der Zugtoilette Fansymbole mit Farbe gesprüht. Auf der Rückfahrt nach dem Spiel beleidigte ein 46-jähriger Deutscher die als Fanbegleitung im Zug eingesetzten Einsatzkräfte mit derben Ausdrücken. Gegen ihn wurde Strafanzeige gestellt.Ermittlungen wurde auch gegen einen 20-jähriger Leipziger aufgenommen. Er hatte lautstark auf dem Bahnhof Bischofswerda ein verbotenes Lied mit volksverhetzendem Charakter gesungen.