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Raubkopierer-Prozess in Görlitz

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Die Justiz hat zuweilen einen langen Atem. Mehr als sieben Jahre nach dem spektuklären Prozess gegen eine Raubko­piererbande in Görlitz muss sich heute ein weiteres mutmaßliches Mitglied verant­worten. Dem 62-jährigen Serben wird Beihilfe vorgeworfen. Er soll falsche Papiere besorgt und sein Konto zur Verfügung gestellt haben.

Nach dem Mann war lange Zeit mit internationalem Haftbefehl gesucht worden. Seine mutma­ß­lichen Komplizen haben ihre Strafen schon längst verbüßt. Zwei Berliner waren zu Gefängnisstrafen verurteilt worden, eine Tschechin mit Bewährung davon gekommen. Sie hatten in einem Hinterhof in Zittau Windows-Betriebs­sys­teme kopiert und über eine Inter­net­platt­form an mehr als 12.000 Kunden verkauft und so rund eine halbe Million Euro kassiert.

Der Kopf der Bande entzog sich der Justiz. Er beging Selbst­mord.