Razzia bei illegalen Schatzsuchern - auch Munition sichergestellt

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Mit einer Razzia ist die Polizei gegen illegale Schatzsucher – sogenannte Sondengänger - im Kreis Zwickau und im Erzgebirgskreis vorgegangen. Mittwochabend wurden insgesamt neun Objekte durchsucht. Bei acht Tatverdächtigen stellten die Beamten unter anderem Munition, teilweise auch größere Kaliber, eine Handgranate und Schwarzpulver sicher. Weiterhin fanden die Beamten Münzen und andere Kulturgüter, und nicht zuletzt Stoffe zur Herstellung von Sprengstoff. Zeitgleich gab es Durchsuchungen in Chemnitz, Leipzig, Thüringen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt.

"Wir sind sehr zufrieden mit dem Ablauf und dem Ergebnis des Einsatzes und der Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Archäologie Sachsen", erklärte Polizeipräsident Lutz Rodig. "Wir werden unautorisierte Sondengänger auch weiterhin im blick behalten - gerade, weil historische Kampfmittel nicht in die Hände von Hobbyschatzsuchern gehören".

Sondengänger, die ihrem Hobby legal nachgehen wollen, müssen sich dafür eine schriftliche Genehmigung einholen. Diese gilt allerdings nur für die Suche selbst. Um Funde aus ihrer Umgebung zu entfernen, bedarf es einer weiteren Genehmigung der Denkmalschutzbehörde.

Audio:

Polizeisprecherin Annekatrin Liebisch zu Waffen und Munition, die gefunden wurden

Archäologin Rebecca Wegener über die gefundenen Kulturgüter

Archäologin Rebecca Wegener über den Verlust für die Wissenschaft

Archäologin Rebecca Wegener über die Möglichkeit der legalen Schatzsuche