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Razzia zu NSU-verherrlichenden Neonazi-CDs

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Ein rechts­ex­tremer Lieder­ma­cher (29) aus Zwickau steht im Verdacht, den Natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Unter­grund (NSU) verherr­licht zu haben. Am Donners­tag­morgen durch­suchten Polizisten in mehreren Bundes­län­dern Vertriebs- und Verlags­häuser der rechten Szene. In Sachsen waren Objekte in Bad Schandau, Chemnitz, Dresden, Gohrisch und Zwickau betroffen, gab das Opera­tive Abwehr­zen­trum (OAZ) mit Sitz in Leipzig bekannt. Den Durch­su­chungs­be­schluss hatte das Amtsge­richt Zwickau erlassen. Laut OAZ wurden in der Wohnung des Beschul­digten und in 15 weiteren Objekten 415 CDs und weitere Daten­träger sicher­ge­stellt.

Die Razzia fand auch in Bayern, Branden­burg, Mecklen­burg-Vorpom­mern, Nordrhein-Westfalen, Rhein­land-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Thüringen statt. Die Zwickauer Terror-Zelle NSU wird für den Tod von neun Menschen mit auslän­di­schen Wurzeln und einer deutschen Polizistin verant­wort­lich gemacht.

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Staats­an­wältin Antje Dietsch