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Reaktionen auf Tarifkompromiss im öffentlichen Dienst

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Mit dem Tarifkompromiss für den öffentlichen Dienst steigen die Personalkosten der Kreisverwaltung Bautzen im nächsten Jahr um rund  1,7 Millionen Euro. Das Ergebnis stelle  eine große Belastung für den Haushalt dar, sagte uns Landratsamtssprecherin Sabine Rötschke. Die Mehrausgaben sollen durch strikte Sparsamkeit in allen möglichen Bereichen ausgeglichen werden. Kürzungen im freiwilligen Bereich, wie z.B. der Kultur- und Sportförderung, soll es aber zunächst nicht geben. Der Kreistag  hatte erst im vergangenen Jahr Abstrichen zugestimmt.

Die Cottbuser Stadtverwaltung begrüßte den Tarifkompromiss für den öffentlichen Dienst. Er sei tragfähig und ein Signal, dass öffentliche Verwaltung ein  attraktiver Arbeitgeber sei, so Rathaussprecher Jan Gloßmann. Für dieses Jahr entstünden der Stadt keine Zusatzkosten.

Der Bürgermeister von Cunewalde, Thomas Martolok (CDU) freut sich zwar, dass seine Leute mehr Geld bekommen, er sieht aber eine Seite nicht berücksichtigt. Er wünscht sich effektive Strukturen in den Kommunen. Für 2024 muss die Gemeinde voraussichtlich rund 100.000 Euro mehr einplanen.

Die Tarifparteien hatten sich am vergangenen Wochenende in der Schlichtungsrunde auf ein Ergebnis geeinigt. Für jeden Beschäftigten gibt es 3.000 Euro Inflationsausgleich und  ab März kommenden Jahres  200 Euro mehr und extra 5,5 Prozent. 

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Die Folgen des Tarifkompromisses - Echo aus Cunewalde. Reporter Knut-Michael Kunoth