Rechts-Rapper will Treffpunkt in Bautzen gründen
Ein Rapper aus der rechten Szene will in Bautzen einen Treffpunkt gründen. Er habe ein Gewerbe angemeldet und offenbar schon einen Mietvertrag mit dem Eigentümer eines Grundstücks geschlossen. Darüber informierte Oberbürgermeister Alexander Ahrens am Nachmittag den Stadtrat. Ahrens erklärte, er werde alles Mögliche tun, um das Vorhaben zu verhindern. In Bautzen sei kein Platz für Rechtsextremisten und Reichsbürger.
Der OB will das Gespräch mit dem Vermieter der Immobilie suchen – mit dem Ziel, dass der Eigentümer den Mietvertrag mit dem Rapper kündigt. Ursprünglich hatte der Musiker vor, ein sogenanntes „Patrioten-Jugendzentrum“ in Bischofswerda zu errichten. Dort stieß der Plan in Bürgerschaft und Stadtrat auf kategorische Ablehnung. Auch verbreitete er in sozialen Medien Pläne von der Gründung einer Siedlung zwischen Dresden und Pulsnitz.
Der Verfassungsschutz rechnet den Rapper der Identitären Bewegung zu.