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Rechtsstreit um schiefe Nase in Görlitz

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Mit einer schiefen Nase befasst sich derzeit das Landgericht Görlitz. Ein Mann aus Niesky hat ein Facharztzentrum verklagt und fordert mindestens 5.000 Euro Schmerzensgeld. Der Mann beklagt   Probleme bei der Atmung und fühlt sich mit der schiefen Nase bei der Partnerwahl benachteiligt. 

Er war nach eigenen Angaben beim Laufen gestolpert und auf die Nase gefallen. „Die Nase wurde immer dicker, mein Kopf tat weh.“, schilderte er der Richterin. So begab er sich einen Tag später  in ambulante Behandlung. Der Arzt habe die Nase abgetastet, aber nicht geröntgt. Sie  sei nicht gebrochen, habe ihm der Arzt gesagt. Der Patient hoffte, dass alles wieder ins Lot kommt. Aber es wurde nicht besser. Nach acht Wochen suchte er einen anderen Arzt auf. Der röntgte die Nase. Sein Befund: Nasenbeinfraktur. Eine Korrektur sei nach dieser Zeit  aufwendig und schwierig.

Die beklagte Seite wies in der Verhandlung  den Vorwurf des Klägers zurück. Der Arzt habe eindeutig Symptome für eine Prellung festgestellt und keine Hinweise auf einen Bruch. Außerdem sei der Fall verjährt. Einen O-Ton - so wie der Kläger - wollte uns die Anwältin der beklagten Seite nicht geben.

Die Richterin will nun einen Gutachter zurate ziehen. Das Verfahren wird fortgesetzt.

Audio:

Reporter Knut-Michael Kunoth im Gespräch mit dem Kläger