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Regierung bringt Doppeletat in Landtag ein

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Sachsens Finanz­mi­nister Georg Unland hat den Doppel­haus­halt für 2015/2016 in den Landtag einbracht und finan­zi­elle Erwar­tungen gedämpft. Nach Zeiten guter Steuer­ein­nahmen gebe es viele Risiken für die künftige Kassen­lage. Sachsen habe zwar 2014 Steuer­mehr­ein­nahmen in Höhe von 616 Millionen Euro erzielt. Er verwies aber auf Euro-Währungs­ri­siken, Konflikt­herde, die Entwick­lung in Fernost und sinkende Geldtrans­fers. In der Debatte fiel der Etat vor allem bei Linken und Grünen durch. Unland stellte klar, auch in den laufenden Verhand­lungen über die Bund-Länder-Finanz­be­zie­hungen stecke ein Risiko. Sachsen erhalte derzeit 56,3 Prozent seiner Staats­ein­nahmen von Dritten: Bund, Länder­fi­nanz­aus­gleich und EU. Bis 2020 würden dem Land zwischen 2,0 und 2,5 Milli­arden Euro weniger Solidar­pakt- und EU-Mittel zur Verfü­gung stehen. Nach dem Willen der Regie­rung soll der Etat Ende April verab­schiedet werden. Sachsen will seinen Haushalt in den Jahren 2015 und 2016 stabil halten und mehr Geld für Bildung ausgeben. Demnach sind jeweils rund 17,2 Milli­arden Euro Einnahmen und Ausgaben vorge­sehen.