Regierung will Kulturraumgesetz weiterentwickeln
Das sächsische Kulturraumgesetz soll nach dem Willen der Regierung teilweise überarbeitet werden. "Es hat sich bewährt, dennoch sollte es in einigen Punkten weiterentwickelt werden", sagte Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD) am Dienstag. In den vergangenen Monaten hatten Experten das bundesweit einmalige Gesetz überprüft. Nach Ansicht des Gremiums sollten künftig regionale Projekte und solche zur Integration von Asylbewerbern stärker gefördert werden. Zudem regten die Experten an, die mit 3,2 Millionen Euro von allen Kulturräumen mitfinanzierten Landesbühnen künftig von der Förderliste zu streichen. Die Landesbühnen würden fast nicht in Großstädten auftreten und stünden auf dem Land in Konkurrenz zu eigenen Theatern, hieß es zur Begründung. Über eine Novellierung soll nun der Landtag entscheiden - voraussichtlich im Januar 2016. Das Kulturraumgesetz regelt die solidarische Finanzierung der Kultur zwischen Kommunen und Land. Sachsen gibt für die fünf ländlichen und drei urbanen Kulturräume jährlich 91,7 Millionen Euro aus.