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Rettungsversuch für Körse-Therme Kirschau

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Die Messen für die Körse-Therme Kirschau sind noch nicht gelesen. Denkbar sei eine 80-prozentige Förderung für die dringend notwendige Sanierung des Bades, sagte uns Bürgermeister und Zweckverbandsvorsitzender Sven Gabriel  heute nach einem Gespräch in der Landesdirektion Sachsen. Erörtert wurden verschiedene Möglichkeiten zur Unterstützung des Weiterbetriebs der Therme.  Konkrete Zusagen gebe es aber noch nicht. Eine Entscheidung soll in den nächsten Wochen fallen.  Gabriel schätzt die Investitionskosten auf zehn  bis 20 Millionen Euro. Davon soll unter anderem die marode Technik erneuert werden. Durch den Umsatzeinbruch während der Corona-Krise hat  sich die finanzielle Schieflage weiter zugespitzt.

Das Bad befindet sich schon seit geraumer Zeit in einer Notlage, bedingt durch gestiegene Personalkosten. Der Zweckverband hatte Kassenkredite aufgenommen, die aber nicht bedient werden konnten. Die Therme wird auch für das Schulschwimmen genutzt sowie von Vereinen Der Kreistag hatte im Oktober 2018 deshalb Zuschüsse von insgesamt 650.000 Euro bewilligt. Damit sollte der Weiterbetrieb bis Ende 2020 gesichert bleiben. Zugleich sollte nach einem neuen Betreibermodell gesucht werden.

 Die Landesdirektion Sachsen forderte  eine Umlage von 500.000 Euro im Jahr 2018 und jeweils 400.000 Euro für 2019 und 2020. Der Verband sah sich nicht in der Lage, diese Beträge allein aufzubringen.   Der Landkreis wollte sich daran zur Hälfte beteiligen. 

 

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Reporter Toni Herrmann