Rollender Botschafter für die Lausitz
Rollender Botschafter für die Lausitz: Ein ICE 4 trägt seit heute den Namen Cottbus. Er wurde am Mittag im neuen Bahnwerk mit Spreewälder Gurkenwasser getauft. Neben dem Namen der Stadt ist auch das Stadtwappen zu sehen. Der 350 Meter lange ICE war zuvor in Cottbus instandgesetzt worden. Einen ICE-Halt gibt es in Cottbus aber nicht.
Die Zugtaufe „lässt uns weiter davon träumen, dass die ICE-Flotte künftig nicht ausschließlich zur Instandsetzung nach
Cottbus kommt“, sagte Oberbürgermeister Tobias Schick. Auch Ministerpräsident Dietmar Woidke feierte mit und enthüllte den Schriftzug an der Spitze des ICE.
„Dass nun ein Zug dieser neuen Generation “Cottbus„ heißt, steht sinnbildlich für den erfolgreichen Strukturwandel in der Lausitz“, sagte die für Digitalisierung und Technik zuständige DB-Vorständin Daniela Gerd tom Markotten. „Da alle 137 ICE 4 der DB-Flotte für die schwere Instandhaltung in die Lausitz kommen, schlägt hier das Herz des ICE 4.“
Bis September 2024 war ein ICE vom Typ 2 laut Deutscher Bahn mit dem Namen Cottbus unterwegs. Er wurde nun von dem Modell der neueren Generation abgelöst. (dpa)
Die Deutsche Bahn nahm im Januar 2024 in der Stadt ein großes ICE-Instandhaltungswerk in Betrieb. Nun wird eine zweite Werkshalle gebaut. Sie soll laut Unternehmen bis Ende 2026 fertiggestellt sein.
Woidke dringt bei der Bundesregierung auf den Ausbau im Schienenverkehr. Er sagte laut einer Mitteilung, insbesondere die Strecke Lübbenau-Cottbus müsse vordringlich weiter ausgebaut werden, damit sie wie geplant im Jahr 2027 zweigleisig in Betrieb genommen werden könne.