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Ruhige Nacht nach Demos in Dresden

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Nach Kundge­bungen von Anhän­gern und Gegnern des Pegida-Bündnisses ist es in der Nacht zum Dienstag in Dresden ruhig geblieben. Es habe keine weiteren Zwischen­fälle gegeben, die damit in Zusam­men­hang stehen könnten, sagte ein Polizei­spre­cher. Am Montag­abend waren nach Abschluss der Kundge­bungen verein­zelt Feuer­werks­körper geflogen. In der Neustadt zündeten Randa­lierer mehrere Müllcon­tainer an. Links­ra­di­kale Demons­tranten lieferten sich nach Angaben von Beobach­tern Range­leien mit der Polizei. Festnahmen gab es dem Polizei­spre­cher zufolge aber nicht. Im Verlauf des Abends brannten zwei Autos. Die Krimi­nal­po­lizei geht von Brand­stif­tung aus. Ob es einen Zusam­men­hang mit den Kundge­bungen gibt, konnten die Ermittler noch nicht sagen. Am Montag­abend hatte das Bündnis „Herz statt Hetze“ auf dem Theater­platz vor der Dresdner Semper­oper für Weltof­fen­heit und Toleranz demons­triert. Nach Schät­zungen der Gruppe „Durch­ge­zählt“ kamen etwa 4000 Menschen. Die Menschen kamen am frühen Montag­abend auf dem Dresdner Theater­platz zusammen. Zu Beginn der Gegen­de­mons­tra­tion ertönte die „Ode an die Freude“, gespielt von der Staats­oper Dresden, auch das Staats­schau­spiel wirkte an der Veran­stal­tung mit.  Zahlreiche Minister nahmen an der Gegen­ver­an­stal­tung teil, darunter Wirtschafts­mi­nister Martin Dulig (SPD), Sozial­mi­nis­terin Barbara Klepsch (CDU), Wissen­schafts­mi­nis­terin Eva-Maria Stange (SPD), Umwelt­mi­nister Thomas Schmidt (CDU) sowie Integra­ti­ons­mi­nis­terin Petra Köpping (SPD). Aus Protest gegen die Pegida-Kundge­bung am Elbufer schal­tete das Finanz­mi­nis­te­rium seine Lichter aus. Damit sollte ein Zeichen für Weltof­fen­heit und Toleranz gesetzt werden. Auch die Kunst­aka­demie blieb dunkel. An der Pegida-Kundge­bung am gegen­über­lie­genden Elbufer nahmen nach inoffi­zi­ellen Schät­zungen bis zu 8000 Menschen teil. Zu einer weiteren Gegen­kund­ge­bung vor dem Bahnhof Neustadt kamen den Schät­zungen zufolge ungefähr 900 Menschen. Mehr als 2500 Polizisten aus mehreren Bundes­län­dern waren im Einsatz, um Ausschrei­tungen zu verhin­dern.  (mit dpa)