++ EIL ++

Russe gewinnt Hauptpreis beim Filmfestival Cottbus

Zuletzt aktualisiert:

Der russische Regisseur Ivan  Tverdovskiy zum dritten Mal den Hauptpreis des Filmfestivals Cottbus gewonnen. Er erhielt die  Auszeichnung für „Conference“. Der Film ist eine Reflexion über die Geiselnahme im Moskauer Dubrowka-Theater von 2002. Das Werk sei „wie eine Naturgewalt“, so die Jury. Der Preis ist mit 25 000 Euro dotiert. Das Filmfestival ging diesmal wegen der Corona-Pandemie online über die Bühne.

Der Spezialpreis für die beste Regie ging an den polnischen Regisseur Piotr Domalewski für „I never cry“. Der Streifen erzählt die Geschichte der 17-jährigen Ola, die den Leichnam ihres in einem Containerhafen tödlich verunglückten Vaters nach Polen überführen muss. 

Die Schauspiel-Debütanten Marijana Novakov, Tijana Marković und Valentino Zenuni aus dem Film „Oasis“ des serbischen Regisseurs Ivan Ikićs erhielten den Preis für eine herausragende darstellerische Einzelleistung. Der Film gibt nach Ansicht der Jury einen „fesselnden“ Einblick in die Gefühlswelten Jugendlicher. Er wurde mit nicht-professionellen Darstellern in einem Wohnheim für Jugendliche mit geistiger Behinderung gedreht.

Insgesamt vergab die Festival-Jury Preise im Gesamtwert von 72.000 Euro. Das Programm mit 150 Filmen ist noch bis zum 31. Dezember 2020 bundesweit online im Stream abrufbar.