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Bombenfund in Cottbus: So verlief die Entschärfung

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Cottbus hat den Atem angehalten. Am Donnerstagvormittag wurde in der Nähe des ehemaligen Spreewaldbahnhofs eine 50 Kilo schwere russische Weltkriegsbombe entschärft. So konnte der Zünder erfolgreich ausgebaut und anschließend kontrolliert gesprengt werden. Sowohl Zünder, als auch das Geschoss selbst waren in einem schlechten Zustand. „Routine kommt bei uns nie auf. Jeder Sprengkörper ist anders. Es hätte auch anders ausgehen können.“ - sagte uns Sprengmeister Mario Büchner.

Für die Entschärfung musste ein entsprechender Sperrkreis im Umkreis von 500 Metern eingerichtet werden. Das Gebiet umfasste den Bereich zwischen Carl-von-Ossietzki-Straße, und Vetschauer Straße bzw. den Bereich westlich der Bahnhofstraße bis Höhe Welzower Straße. Gut 700 Menschen wurden evakuiert und konnten eine Notunterkunft in der Turnhalle des Ludwig-Leichhardt-Gymnasiums beziehen.

Gegen 9 Uhr wurden dann sowohl Bahnhof, als auch Bahnhofsvorplatz abgeriegelt und der Zugverkehr im direkten Umfeld des Fundorts eingestellt. Gegen 12:50 Uhr wurden alle Sperrungen wieder aufgehoben. „Alles verlief sehr ruhig, reibungslos und professionell“, so eine Stadtsprecherin. Rund 120 Einsatzkräfte waren vor Ort.

Nach der Aufhebung der Sperrmaßnahmen fahren nach Angaben von Cottbusverkehr GmbH alle Bus- und Straßenbahnlinien wieder auf ihren gewohnten Linien und nach gültigem Fahrplan. Zwischenzeitlich hatte die Deutsche Bahn einen Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Die Bombenentschärfung im Verlauf:

Update 12:49 Uhr:
Alle Straßensperrungen und der Sperrbezirk wurden jetzt aufgehoben. 700 Menschen dürfen zurück in ihre Wohnungen und Büros.

Update 12:26 Uhr:
Die Cottbuser können aufatmen. Die Entschärfung einer 50 Kilo schweren Weltkriegsbombe mit russischen Zünder ist erfolgreich gewesen – sagte uns eine Sprecherin der Stadt. So konnte der Zünder ausgebaut und kontrolliert gesprengt werden. Die Bombe selbst sei nach ersten Informationen in einem schlechten Zustand. In den nächsten Minuten soll der Sperrkreis um den ehemaligen Spreewaldbahnhof wieder aufgehoben werden.

Update 11:46 Uhr:
Die Entschärfung einer Weltkriegsbombe in der Nähe des ehemaligen Spreewaldbahnhofs in Cottbus gestaltet sich schwierig. Der russische Zünder des 50-Kilo schweren Geschoss sei in einem schlechten Zustand – so eine Sprecherin der Stadt. Noch sei keine Entscheidung gefallen, ob der Blindgänger entschärft werden könne oder kontrolliert gesprengt werden müsse. Rund 700 Menschen mussten am Vormittag in einem Umkreis von 500 Metern evakuiert werden. Unterdessen bleibt auch der Cottbuser Hauptbahnhof noch bis voraussichtlich 14:30 komplett gesperrt.

Update 10:57 Uhr:
Zur Stunde wird mit der Entschärfung der russischen Weltkriegsbombe begonnen. Zuvor hatten rund 700 Menschen ihre Wohnungen und Büros verlassen - so eine Sprecherin der Stadtverwaltung.
Die Notunterkunft in einer Turnhalle haben bislang nur zwei Personen in Anspruch genommen. Weitere Informationen folgen.

Update 09:30 Uhr:
Der Sperrbezirk ist vollständig eingerichtet wurden. Nun muss von Ordnungsamt und Feuerwehr noch kontrolliert werden, ob alle Wohnungen im Bereich leer sind. Danach können die Arbeiten beginnen.

Audio:

Reporter Toni Herrmann