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Saatreiter segnen die Felder in Ostritz

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Saatreiter sind heute wieder in Ostritz unterwegs. Die Prozession hat eine fast 400-jährige Tradition.  Nachweislich seit 1628 ist belegt, dass dort zusätzlich zur Verkündung der Osterbotschaft auch die Felder gesegnet werden.

„Wir beten für das Gedeihen der Saat, für die Natur und die Bewahrung der Schöpfung“, erklärt Andreas Posselt. Er reitet nicht nur zum 38. Mal mit, sondern bläst dabei auch Trompete - zusammen mit einigen anderen der festlich gekleideten Männer im Zug. Die Liturgie legt genau fest, welche instrumentalen Stücke und Lieder nach alter Überlieferung unterwegs erklingen. Fünf Stationen steuern die Reiter während ihrer dreistündigen Prozession durch Ostritz an, darunter das Kloster St. Marienthal.

Rund 70 Saatreiter feierten 2023 „Gottesdienst zu Pferde“, wie Posselt es ausdrückt. Der überwiegende Teil von ihnen sei katholisch. Doch längst hat die Veranstaltung ökumenischen Charakter. 

Beginn der Prozession ist um 13 Uhr an der katholischen Kirche. (dpa/red)

 

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Knut-Michael Kunoth
Auch der Görlitzer Landrat Stephan Meyer reitet mit