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Sachsen bestätigt Strukturwandelprojekte in der Oberlausitz

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Sachsen hat weitere Strukturwandelprojekte in der Oberlausitz bestätigt.  Eine interministerielle Arbeitsgruppe gab grünes Licht für das Sorbische Wissensforum am Bautzener Lauenareal und für den Neubau eines Laborgebäudes in Zittau. Dort werden Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt Technologien für CO2-arme Industrieprozesse entwickeln. 

Beschlossen wurde auch das Projekt „InnoCarbEnergy“. In Boxberg soll eine Forschungspilotlinie für „grüne“ Carbonfasern aufgebaut und später durch Fertigungsmodule und automatische Schnittstellen ergänzt werden. Ziel ist, carbonfaserverstärkte Leichtbaustrukturen und –systeme zu entwickeln, also Materialien, die um 30 bis 50 Prozent weniger Gewicht auf die Waage bringen als herkömmliche Bauteile aus Aluminium oder Stahl.

Grünes Licht hat die Arbeitsgruppe auch für das Projekt „WildNaTour“ in der erweiterten Modellregion UNESCO-Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft gegeben.  

Bestätigt wurde außerdem der Umzug der Landesuntersuchungsanstalt von Dresden nach Bischofswerda. Dafür sollen rund 160 Millionen Euro aus dem Strukturentwicklungsfonds fließen. Bei Bürgermeistern aus dem Lausitzer Revier stößt diese Entscheidung auf Kritik. Sie bezweifeln den Nutzen für den Strukturwandel in der Lausitz.

Die von der Arbeitsgruppe bestätigten Projekte werden nun dem Bund vorgelegt. Äußert er innerhalb vier Wochen keine Einwände, können die Förderanträge vorbereitet werden.