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Sachsen erneuert Förderangebot an Bombardier

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Dialog für Arbeits­plat­z­er­halt in Bombar­dier­werken Görlitz und Bautzen. Sachsens Minis­ter­prä­si­dent Stanislaw Tillich hat für die Zukunft der beiden Stand­orte geworben. Die tradi­ti­ons­reiche sächsi­sche Bahn- und vor allem Ingenieur­kom­pe­tenz müsse erhalten bleiben. Tillich traf sich heute Mittag mit dem Europa-Präsi­denten von Bombar­dier, Laurant Toger, und dem Chef der deutschen Geschäfts­füh­rung, Michael Fohrer.

Tillich erneu­erte das Förder­an­gebot für Bombar­dier zur Entwick­lung neuer Techno­lo­gien. Darüber hinaus bot er die Unter­stüt­zung der Staats­re­gie­rung bei weiteren Unter­neh­mens­ent­schei­dungen an. Gemeinsam mit Betriebsrat und Gewerk­schaft seien Ideen zur Siche­rung der Arbeits­plätze entwi­ckelt worden, erklärte Wirtschafts­mi­nister Martin Dulig. Nun liege es an Bombar­dier, die ausge­streckte Hand anzunehmen.

Der Vorsit­zenden der deutschen Geschäfts­füh­rung, Michael Fohrer, bezeich­nete das Treffen als Auftakt „für einen partner­schaft­li­chen und konstruk­tiven Dialog“ und kündigte an, während der anste­henden Verän­de­rungen eng mit der Landes­re­gie­rung zusam­men­zu­ar­beiten. Zudem würden alle „indus­trie­po­li­ti­schen Unter­stüt­zungs­an­ge­bote“ Sachsens sorgfältig geprüft. Beide Seiten verein­barten weitere Gespräche.

In Görlitz und Bautzen sind  rund 3.700 Mitar­beiter beschäf­tigt. Im Oktober hatte Bombar­dier mitge­teilt, bis Ende 2018 weltweit rund 7.500 Stellen abzubauen, davon etwa 5000 im Bahnsektor.

Der Bautzener Landtags­ab­ge­ord­nete Marko Schie­mann (CDU) fürchtet die Konse­quenzen, wenn der „letzte indus­tri­elle Leucht­turm“ der Oberlau­sitz die Region verlasse. Denn viele weitere tausend Arbeits­plätze hängen an den Bombar­dier-Mitar­bei­tern, so Schie­mann. „Ein Verlust, den wir nicht akzep­tieren können.“ Der Politiker forderte daher auch Bundes­wirt­schafts­mi­nister Sigmar Gabriel (SPD) auf, sich für den Erhalt der Stand­orte einzu­setzen.