Sachsen erwägt weitere Testmöglichkeiten für Urlaubsrückkehrer
Sachsen erwägt nach den Corona-Tests auf Flughäfen weiter Testmöglichkeiten für Urlaubsrückkehrer. Man denke dabei an Grenzübergänge zu Tschechien und Polen sowie an Bahnhöfe, erklärte Gesundheitsstaatssekretär Uwe Gaul am Montag auf dem Airport in Dresden.„Corona ist nicht vorbei“, sagte Gaul. Man habe die Sorge, dass es eine gewisse Sorglosigkeit im Umgang mit dem Virus gebe. In Sachsen seien die Infektionszahlen zwar moderat. Aber dennoch wisse man nicht, wie es weitergeht: „Wir sehen in anderen Gegenden der Republik, dass es schnell zu einem Hotspot kommen kann.“ Gaul rechnete damit, dass es für Rückkehrer aus Risikogebieten schon bald eine Testpflicht geben wird. Sachsen unterstütze das.
Dort wurde am Vormittag genau wie auf dem Flughafen Leipzig/ Halle die Corona-Testcenter offiziell in Betrieb genommen. Schon am Wochenende konnten sich Reisende hier kostenlos auf eine Infektion testen lassen. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie aus einem Risikogebiet einreisen oder nicht. In Leipzig war das Testergebnis für eine dreiköpfige Familie positiv. Hier hatten sich an beiden Tagen jeweils rund 300 Reisende testen lassen, in Dresden waren es insgesamt 500.
Heckemann zufolge wird noch Personal für die Testcenter benötigt. Er rief deshalb Medizinstudenten auf, sich dafür zu melden. Die Arbeit werde vergütet. Das Testcenter ist mit einem Arzt und drei weiteren Mitarbeitern solange besetzt, wie der Flugbetrieb läuft. Urlauber müssen zunächst einen „Antrag für Sars-CoV-2-Testung“ ausfüllen. Berechtigt für den Test sind deutsche Staatsbürger. Sachsen verlangt keine Nachweise wie Hotelrechnungen oder Bahntickets, wenn Reisende zum Test erscheinen, die mit dem Auto oder Zug im Urlaub waren. Heckemann rechnete nicht mit Engpässen, wenn die Tests zur Pflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten werden.
In Sachsen hatten sich bis Ende Juli 5539 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 224 starben.