• Ein Mitarbeiter des MAN Bus Modification Centers läuft durch eine Halle mit Elektrobussen. © Jan Woitas/ dpa

    Ein Mitarbeiter des MAN Bus Modification Centers läuft durch eine Halle mit Elektrobussen. © Jan Woitas/ dpa

Sachsen kämpft bei MAN um Plauener Standort

Zuletzt aktualisiert:

Vor dem Hintergrund angekündigter Stellenstreichungen bei dem Lkw- und Bushersteller MAN hat sich Sachsens Regierung für den Erhalt des Plauener Standortes stark gemacht. Am Dienstag trafen sich Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) mit dem MAN-Vorstand in München. "Wir sind in großer Sorge, was die Mitarbeiter in Plauen angeht und wir wollen alles dafür tun, dass dieser Standort eine Zukunft hat", sagte der Regierungschef nach dem Treffen. Zwar gebe es das Angebot, betroffenen Mitarbeitern einen Job im VW-Werk in Zwickau anzubieten. "Aber die Mitarbeiter wollen weiter in ihrer Sparte in Plauen arbeiten. Und das wollen wir auch", so Kretschmer.

Das zum VW-Konzern gehörende Unternehmen will rund 9500 von rund 36 000 Stellen zu streichen. Um die Pläne voranzutreiben, hat MAN die eigentlich noch zehn Jahre gültige Standort- und Beschäftigungssicherung für Standorte in Deutschland und Österreich vorzeitig zum 30. September gekündigt. Ursprünglich lief die Standortsicherung bis 2030. Auch die Zukunft des Bus Modification Center im Vogtland mit rund 150 Mitarbeitern ist ungewiss.

Wirtschaftsminister Dulig zeigte sich nach dem Treffen in München ernüchtert. "MAN hat eine wirtschaftliche Entscheidung getroffen, das Unternehmen ist massiv unter Druck." Der Plauener Standort, der sich auf den Umbau von Bussen und Lkws spezialisiert habe, funktioniere. "Es gibt aus unserer Sicht keinen Grund, diesen Standort in Frage zu stellen." Auch wenn MAN seine Entscheidung gegenwärtig nicht revidieren wolle, werde man sich weiter für den Erhalt einsetzen. (dpa)