Sachsen profitiert am stärksten von alten DDR-Parteivermögen

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Ostdeutschland hat von alten DDR-Vermögen von der SED und anderen Parteien und Massenorganisationen profitiert. Bis zum letzten Jahr haben die neuen Bundesländer und Berlin insgesamt fast 380 Millionen Euro bekommen. Das berichten die "Dresdner Neuesten Nachrichten". Die höchste Summe ist an Sachsen gegangen.

Die Auszahlungen an die Länder erfolgen über die Treuhand-Nachfolgerin Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben nach einem festgelegten Verteilungsschlüssel - die Einwohnerzahl Ende 1991. Die höchste Summe erhielt demnach Sachsen mit insgesamt knapp 131 Millionen Euro, das wenigste Geld ging mit 18,1 Millionen Euro nach Mecklenburg-Vorpommern.

Sachsen-Anhalt konnte sich bis 2018 über einen Geldzufluss von rund 77,6 Millionen Euro aus Parteienvermögen der DDR freuen, Brandenburg über 66,4 Millionen Euro, Thüringen über 54,9 Millionen Euro und Berlin über insgesamt fast 31,9 Millionen Euro.