Sachsen schiebt weiter Asylbewerber ab
Sachsen hat weitere abgelehnte Asylbewerber in die Heimat zurückgeschickt. Mit zwei Sammelchartermaschinen wurden insgesamt 262 Betroffene aus Albanien, Serbien und Mazedonien abgeschoben, teilte das Innenministerium am Donnerstag mit. Damit erhöhe sich die Zahl der in diesem Jahr aus Sachsen zurückgeführten Personen auf 1896. „Sachsen hat das Ziel weiter fest im Blick, die Zahl der Ausreisepflichtigen bis Jahresende deutlich zu senken“, sagte Innenminister Markus Ulbig (CDU).In den beiden Flugzeugen, die am Mittwoch mit Ziel Skopje/Belgrad und am Donnerstag mit dem Ziel Tirana vom Flughafen Leipzig/Halle aus starteten, befanden sich auch abgelehnte Asylbewerber aus den Bundesländern Thüringen (15) und Sachsen-Anhalt (27). Ende April lebten in Sachsen insgesamt 6741 Migranten, die zur Ausreise verpflichtet sind. Sie stammen überwiegend aus dem Kosovo (927), Albanien (763), Indien (660), Tunesien (610) und Serbien (438). 2015 hatte Sachsen insgesamt 1725 Menschen in ihre Heimat abgeschoben. (DPA)