Sachsens Bibliotheken fehlen bei E-Books 50 Prozent der Bestseller
In den öffentlichen Bibliotheken von Sachsen werden immer mehr E-Books ausgeliehen. Trotz jährlicher Steigerungen bei den Ausleihen von zehn bis zwanzig Prozent gibt es aber Probleme. Vom Vogtland bis zur Lausitz kaufen die Bibos bei gedruckten Büchern auch gleichzeitig die Verleihrechte. Bei E-Books müssen die einzelnen Bibliotheken mit den Verlagen über die Lizenz zum Verleihen dagegen extra verhandeln und bekommen auch nicht immer das Recht dazu. Darum fehlen den Bibos bei den E-Books über fünfzig Prozent der Bestseller. Das hat der Geschäftsführer vom Bibliotheks-Verband Sachsen, Prof. Dr. Arend Flemming, unserem Sender gesagt. Deshalb machen die sächsischen Bibliotheken Druck auf Bundestags-Fraktionen und Staatsregierung. Flemming fordert, dass E-Books genauso einfach verliehen werden können wie gedruckte Bücher. Einen Zwischenschritt haben die Bibos erreicht: Sie haben Lizenzen für über 1.000 Bildungsmedien ergattert. Die E-Books können Schüler künftig sachsenweit leihen.