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Sachsens CDU sondiert weiter mit Grünen - Gespräche auch mit der SPD

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Auf dem Weg zur Bildung einer neuen Staats­re­gie­rung hat die sächsi­sche Union weiter zwei Optionen. Ein erstes, über achtstün­diges Sondie­rungs­ge­spräch mit den Grünen verlief am Donnerstag nach Angaben der Teilnehmer in konstruk­tiver Atmosphäre. Themen seien die Wirtschafts- und Verkehrs­po­litik sowie wichtige Aspekte der Umwelt­po­litik gewesen, hieß es in der Nacht zum Freitag in einer gemein­samen Erklä­rung. Für Mittwoch kommender Woche wurde ein weiteres Treffen verein­bart. An diesem Freitag wollten CDU und SPD in Dresden zu einem ersten Sondie­rungs­ge­spräch zusam­men­kommen.„Wir sind ein gutes Stück voran­ge­kommen und beide Seiten haben Klarheit über wichtige Positionen des jeweils Anderen bekommen“, resümierte Grünen-Landes­chef Volkmar Zschocke nach der ersten Gesprächs­runde. Der General­se­kretär der Sächsi­schen Union, Michael Kretschmer, erklärte: „Es geht nicht darum, in jeder Frage zur gleichen Meinung zu gelangen. Es bedarf einer tragfä­higen Überein­stim­mung in den zentralen Punkten.“Die CDU von Minis­ter­prä­si­dent Stanislaw Tillich war bei der Landtags­wahl am 31. August trotz Einbußen mit Abstand stärkste Kraft geworden. Nach dem Ausscheiden der FDP aus dem Landtag ist sie bei der Regie­rungs­bil­dung auf einen neuen Partner angewiesen.Vor den Gesprä­chen mit der CDU unter­strich SPD-Chef Martin Dulig die hohen Erwar­tungen an seine Partei bei mögli­chen späteren Koali­ti­ons­ver­hand­lungen. Wahlkampf­for­de­rungen nach einer besseren Kita-Betreuung, mehr Lehrern und Polizisten müssten auch in den Verhand­lungen eine zentrale Rolle spielen. „Es ist aber immer blöd, wenn man rote Linien zieht, die dann später zum Fallstrick werden“, warnte er zugleich.Mit Blick auf die Gespräche von CDU und Grünen forderte Dulig von der Union für Ende kommender Woche eine klare Entschei­dung, mit wem sie in Koali­ti­ons­ver­hand­lungen treten wolle. „Paral­lel­ver­hand­lungen wird es mit der SPD nicht geben“, sagte er.An den Gesprä­chen mit den Grünen nahmen neben Tillich und Kretschmer auch CDU-Frakti­ons­chef Frank Kupfer, Kultus­mi­nis­terin Brunhild Kurth sowie Frakti­ons­vize Georg-Ludwig von Breiten­buch teil. Für die Grünen saßen die beiden Landes­chefs Claudia Maicher und Volkmar Zschocke, die Landtags­ab­ge­ord­neten Antje Hermenau und Eva Jähnigen sowie der Bundes­tags­ab­ge­ord­nete Stephan Kühn am Tisch.Die CDU hatte bei der Landtags­wahl 39,4 Prozent erzielt. Die SPD landete bei 12,4 Prozent, die Grünen bekamen 5,7 Prozent der Stimmen. Ein Zusam­men­gehen mit der CDU ist an der grünen Basis nicht unumstritten. Einer schwarz-roten Koali­tion werden deshalb nicht nur aufgrund der stabi­leren Mehrheit größere Chancen einge­räumt. (DPA)