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Sachsens erster Friedwald kommt gut an

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In Sachsens erstem Fried­wald haben in diesem Jahr 146 Menschen ihre letzte Ruhestätte gefunden. Der Bestat­tungs­wald in Benne­witz im Kreis Leipzig war im Juni eröffnet worden. Das Inter­esse an dem 66 Hektar großen Gelände im Planitz­wald sei beständig angestiegen, sagte eine Sprecherin der Fried­Wald GmbH. Zwischen Weihnachten und Neujahr seien keine Begräb­nisse geplant. „Der Planitz­wald ist wirklich eine große Überra­schung für uns gewesen, denn er war von Anfang an sehr gefragt.“ Die Zahl der Beiset­zungen habe weit über dem gelegen, was die Fried­Wald GmbH sonst in einem ersten Jahr regis­triert habe. Das Unter­nehmen betreibt bundes­weit 56 Stand­orte. Sachsen war bis zur Eröff­nung im Sommer das letzte Bundes­land gewesen, in dem es noch keinen Bestat­tungs­wald gab. Das Bedürfnis der Menschen nach einer Alter­na­tive zum kommu­nalen oder kirch­li­chen Friedhof sei aber ganz offen­sicht­lich vorhanden gewesen, sagte die Sprecherin. Im Fried­wald wird die Asche der Toten in biolo­gisch abbau­baren Urnen an den Wurzeln eines Baumes bestattet. Auf Wunsch werden Erinne­rungs­ta­feln mit den Lebens­daten der Menschen angebracht. Der zum Friedhof umgewid­mete Wald ist nicht einge­zäunt. Die Akzep­tanz der Waldspa­zier­gänger sei in Benne­witz sehr positiv, denn der Wald habe sich ja nicht verän­dert, sagte die Sprecherin. Bislang hat das Unter­nehmen keinen zweiten Fried­wald in Sachsen in Planung. Aber: „Wenn sich geeig­neter Wald findet, würden wir gerne noch einen weiteren Standort in Sachsen eröffnen. Die Nachfrage ist groß.“