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Sachsens Innenminister: Kreuzschänder sollten „weiter nervös sein“

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Für Sachsens Innenminister Armin Schuster sind die Kreuzschändungen im sorbischen Gebiet in Wittichenau politisch oder religiös motivierte Straftaten. Man könne in diesen Fällen nicht von Sachbeschädigung oder Vandalismus sprechen. Die Täter wollten die Sorben oder die Katholiken treffen, sagte der CDU-Politiker heute bei einem Besuch in Bautzen. 

„Die Taten sind ein Stich ins Herz vieler Bewohner.“ Schuster sagte weiter: Die Täter sollten weiter nervös sein. „Es sind noch nicht alle Spuren ausgewertet.“ In der Nacht zum 22. Oktober waren zwei Metallkreuze abgeflexxt, von einem weiteren eine Platte entfernt und ein viertes Kreuz aus Holz mit Christus-Korpus abgeschraubt und kopfüber auf den Sockel gestellt worden. 

In den vergangenen fünf Jahren ermittelte die Polizei zu 25 Taten mit sorbenfeindlichem Hintergrund. 40 Prozent seien aufgeklärt worden, so Schuster.

 

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Innenminister Armin Schuster
Domowina-Vorsitzender Dawid Statnik