• (Screenshot: Facebook/CDU Sachsen)

    (Screenshot: Facebook/CDU Sachsen)

Sächsische CDU sorgt mit Facebook-Beitrag für Wirbel

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Die sächsische Linke kritisiert einen Facebook-Beitrag der Sachsen-CDU. Auf Facebook sind seit dem Wochenende auf der Parteiseite der Landes-CDU nebeneinander Fotos vom zerbombten Dresden 1945 und dem heruntergekommen Görlitz 1990 zu sehen. Dazu heißt es, Sozialismus habe nur für Leid gesorgt - egal ob national oder "real existierend". Das ganze wurde als "Sharepic" veröffentlicht, also mit dem Aufruf an die Facebook-Nutzer, das Bild möglichst weit zu verbreiten und zu teilen, wenn man dieselbe Position vertritt

Linken-Chefin Antje Feiks meint, wer denke dass Nationalsozialismus etwas mit Sozialismus zu tun habe, denke vermutlich auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten. Bei Twitter entgegnete die Partei: „Die Linkspartei wirbt in Sachsen auf Plakaten für die Rückkehr zum Sozialismus. Das können wir so nicht stehen lassen“.

Die Idee für das Posting soll lvon Ministerpräsident und CDU-Chef Kretschmer selbst stammen, er sagte der Deutschen Presse Agentur: „Die beiden Bilder zeigen, wohin sozialistische Experimente geführt haben. Wir haben kein Interesse an Wiederholung“. Soziale Marktwirtschaft, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit hätten Sachsen nach 1990 die Möglichkeit geschaffen, den heutigen Wohlstand zu erarbeiten.

"Die Linkspartei wirbt in Sachsen auf Plakaten für die Rückkehr zum Sozialismus. Das können wir so nicht stehen lassen", sagte CDU-Generalsekretär Alexander Dierks. Der Sozialismus nehme den Menschen ihre individuellen Freiheiten und sei leistungsfeindlich: "Es ist ein gefährlicher Irrglaube, dass es einen gewandelten, demokratischen Sozialismus geben könnte." CDU-Generalsekretär Dierks hat laut Morgenpost im Vorfeld Bedenken geäußert. Die CDU Sachsen-Pressestelle war am Montagvormittag zunächst nicht erreichbar.

Die heiße Wahlkampfzeit wird ab dieser Woche gestartet, in den ersten Kommunen dürfen die Parteien bereits Wahlkampf-Plakate aufhängen. In Dresden ist das laut Satzung ab Samstagfrüh 0 Uhr erlaubt. Allerdings werden nun auch die Facebook-Aktivitäten der Parteien offensichtlich deutlich erhöht.