Sächsische Landesausstellung in Görlitz eröffnet - Besucher stehen Schlange
Görlitz lädt seit heute zu einem Bummel auf einer 4.000 Kilometer langen Straße durch Europa ein. Am Mittag wurde die 3. Sächsische Landesausstellung eröffnet. Sie ist der einst bedeutendsten europäischen Handelsstraße "Via Regia" gewidmet. Rund 450 Leihgaben aus 100 Museen entlang der "Via Regia" werden im Görlitzer Kaisertrutz gezeigt. Ministerpräsident Stanislaw Tillich zeigte sich nach dem Rundgang beeindruckt. Die Schau sei ganz im Sinne der europäischen Idee. Gerade für Sachsen mit seinen langen Außengrenzen zu Polen und Tschechien spielten Kooperationen mit den Nachbarn eine wichtige Rolle. Die Kenntnis der Vergangenheit schaffe den Weg zu einer verständnisvolleren Zukunft, sagte Polens früherer Außenminister Wladyslaw Bartoszewski (unteres Foto rechts). Die Ausstellung im Görlitzer Kaisertrutz erzählt vom Leben, Warenaustausch und Kulturtransfer entlang der Via Regia ab dem 13.Jahrhundert. Auf fünf Geschossen der früheren Kanonenbastion sei das Thema mit hochkarätigen Exponaten und multimedialen Mitteln zum Leben erweckt worden, sagte der Generaldirektor der StaatlichenKunstsammlungen Dresden, Martin Roth. Die Einrichtung hatte die Schau innerhalb von drei Jahren federführend vorbereitet. Die Exponate stammen aus Deutschland, Polen, Tschechien, der Ukraine und der Schweiz. Etwa 100 Museen, Bibliotheken, Universitäten, Archive, Kirchen, Klöster und Sammlungen stellten Leihgaben zur Verfügung. Für die sechs Millionen Euro teure Schau steuerte Sachsen gut die Hälfte aus seinem Haushalt bei. Die Sächsische Landesausstellung ist bis Ende Oktober geöffnet. Bis heute Abend 18 Uhr kommen Besucher kostenlos rein. Es hat sich bereits eine Schlange vor dem Eingang gebildet.