Sächsischer Landtag berät über Doppelhaushalt
Nach zweitägigen Beratungen will der sächsische Landtag an diesem Mittwoch über den Doppelhaushalt 2015/2016 entscheiden. Zuvor stehen am zweiten Tag (ab 10.00 Uhr) die Einzeletats für das Wirtschafts-, das Innen- und das Finanzressort auf dem Programm. Am Dienstag waren mit dem Kultus- und dem Wissenschaftsressort bereits die größten Einzelpläne abschließend beraten und beschlossen worden. Allein für Bildung und Forschung sollen 10,7 Milliarden Euro ausgegeben werden. Insgesamt hat der Haushalt ein Volumen von mehr als 34 Milliarden Euro. Er sieht Investitionsausgaben in Höhe von knapp 6 Milliarden Euro vor. Neben dem Doppelhaushalt sollen die Abgeordneten auch das Haushaltsbegleitgesetz beschließen. Darin enthalten sind heftig umstrittene Regelungen wie die Erhöhung der Abgeordnetenbezüge, die Absenkung des Rentenalters für langgediente Parlamentarier und eine Änderung der Gemeindeordnung. Künftig müssen auch Bürgermeister mit der Berufung von Beigeordneten einverstanden sein. Die Linke-Fraktion war am Dienstag mit einem Antrag gescheitert, die Beratung des Haushaltsbegleitgesetzes von der Tagesordnung zu streichen. Auch die Grünen werfen der Koalition vor, die umstrittenen Änderungen „im Schatten des Doppelhaushalts durchpeitschen“ zu wollen. Die AfD lehnt die Erhöhung der Abgeordnetenbezüge und die Absenkung des Rentenalters ebenfalls ab. Auch zwei SPD-Abgeordnete, darunter Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange, haben angekündigt, dagegen zu stimmen.