Säure-Attentäterin von Oderwitz lässt Erklärung verlesen
Geständnis gegen Strafrabatt im Prozess um Säure-Attentat von Oderwitz. Die Angeklagte hat am Vormittag durch ihre Verteidigerin eine Erklärung verlesen lassen. Darin räumte sie die Tat ein und kündigte ein Geständnis an. Vorausgegangen war ein sogenanntes Rechtsgespräch am Landgericht Görlitz. Der 46-jährigen ehemaligen AOK-Angestellten wurde in Aussicht gestellt, dass die Strafe nicht höher als fünf Jahre und drei Monate ausfallen wird. Mindestens hat sie aber vier Jahre und neun Monate Haft zu erwarten.Die Angeklagte hatte vor drei Jahren eine Autohausbesitzerin in Oderwitz aus Eifersucht mit 96-prozentiger Schwefelsäure übergossen. Zahlreiche Einwohner aus dem Ort verfolgen die Verhandlung in Görlitz: Unter den Zuschauern im Verhandlungssaal sind viele Oderwitzer – auch der Vater des Opfers, Gotthard Körner.Der Prozess wird am kommenden Dienstag fortgesetzt.