„Sanssouci der Oberlausitz“ hat einen neuen Hingucker
Das „Sanssouci der Oberlausitz“ ist um einen Hingucker reicher. Grüner Salon und Balkonzimmer im Schloss Hainewalde erstrahlen seit dieser Woche im neuen Glanz - sagte uns der Vorsitzende des Fördervereins Jan Zimmermann. Über 20 internationale Parkettlegermeister der Vereinigung „Parkett on Tour“ haben in den Räumen ehrenamtlich ein aufwendig gestaltetes Parkettmuster verlegt. Dabei wurden neben bedeutenden Zeichen aus der Schlossgeschichte auch die Symbole der 13 Sächsischen Freimaurerlogen aus dem 18. Jahrhundert verwendet. Die Eigenmittel für das Projekt in Höhe von rund 120.000 Euro konnten durch Spenden getragen werden.
Der Förderverein hat unterdessen Fördermittel für weitere große Projekte im historischen Gebäude beantragt. So soll zum Beispiel der Westflügel des Schlosses aufwendig saniert werden. Auch Sicherungsmaßnahmen am Kutschhaus stehen auf dem Plan. Ein genauer Zeitplan für die Projekte sei allerdings nicht abschätzbar. Es handelt sich bei der Sanierung „um ein Generationenprojekt“, erklärt Zimmermann. Die großen Fortschritte in den vergangenen Jahren hätten aber gezeigt, dass es sich lohnt weiter dranzubleiben.
Über eine Crowdfundingplattform will der Förderverein zunächst kurzfristig Spendengelder akquirieren. Benötigt werden insgesamt 15.000 Euro, um die marode Elektrik zu erneuern. Andernfalls stehen dem Schloss dunkle Zeiten bevor, denn die elektrische Anlage steht kurz vor der Sperrung. Die benötigten Eigenmittel sollen online über die Projektseite auf 99-Funken zusammengetragen werden.
Das Schlossensemble wurde von 1749 bis 1755 wurde errichtet. Es gehörte der Herrschaft der Familie von Kanitz-Kyaw. Barockschloss Hainewalde wird wegen seiner Hanglage und der fünf Terrassen auch als „Sanssouci der Oberlausitz“ bezeichnet.