++ EIL ++

Saunafrauen heizen OB von Weißwasser ein

Zuletzt aktualisiert:

Die Saunafrauen in Weißwasser stehen Kopf.  Sie sollen bald nicht mehr schwitzen. Die Stadt will die Sauna in der Schwimmhalle dichtmachen. Grund: Sie wird angeblich zu wenig genutzt. 200 Schwitzgäste im Monat, das reiche nicht. Stimmt nicht, so Angelika Dutschke, „wenn wir am Tag schon 50 bis 60 Leute sind“. Dutschke geht seit 40 Jahren in die Sauna. „Wir wollen doch auch was von der Stadt und nicht nur in der Wohnung hocken“, so ihre Sauna-Genossin Angelika Jeske.  Sie stört, dass sich fast alles in der Stadt immer nur um Eishockey   dreht.

Dutschke und Jeske waren gestern mit einer Abordnung des Frauen-Sauna-Kollektivs in den Stadtrat gerückt. Sie forderten unmissverständlich: Die Sauna muss bleiben! Oberbürgermeister Torsten Pötzsch verwies auf ein jährliches Defizit von 175.000 Euro durch den Betrieb der Schwimmhalle. Der Stadtrat müsse letztlich entscheiden, wo gespart werde, schob er das Problem weiter. 

Im Gespräch mit uns luden die Sauna-Frauen den OB ein, gemeinsam „Po an Po“ zu sitzen und zu  schwitzen. „Damit er mal sieht, wie eng es da ist.“ Wir haben die Einladung seinem Sprecher übermittelt. Die Antwort steht aus.

Audio:

Knut-Michael Kunoth