Schärfere Corona-Regeln auch in brandenburgischer Lausitz
Nun kommen auch auf die Menschen in der brandenburgischen Lausitz schärfere Corona-Regeln zu. Einen entsprechenden Beschluss hat heute das Kabinett gefasst. Clubs und Diskotheken werden ab Mittwoch unabhängig von der Entwicklung der Infektionszahlen geschlossen. Bars müssen nicht zumachen, wenn dort nicht getanzt wird. Für private Treffen gilt eine Obergrenze von 50 Menschen drinnen und 200 Menschen draußen - jeweils nur geimpft oder genesen.
Die 2G-Regel mit Zutritt für Geimpfte und Genesene im Einzelhandel, in Gaststätten, Theatern und Kinos gilt weiter, wird allerdings um eine Maskenpflicht erweitert. Maske muss auch in Bahnhöfen und Flughäfen getragen werden.
Für Versammlungen gilt ab Mittwoch im Freien eine Obergrenze von 1.000 Teilnehmern bei Maskenpflicht und Mindestabstand; drinnen darf die jeweilige Kapazitätsgrenze nur bei Einhaltung des Mindestabstands ausgeschöpft werden. Für Verstöße gegen Kontaktbeschränkungen und Maskenpflicht bei Demonstrationen drohen Bußgelder bis zu 500 Euro. Die nächtliche Ausgangsbeschränkung für Ungeimpfte in Hotspot-Regionen wird verlängert. Die neuen Regeln sind zunächst bis 11. Januar in Kraft.
Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) appellierte an die Verantwortung aller Bürger, den Menschen auf den Intensivstationen beizustehen, die um ihr Leben kämpfende Patienten helfen. „Ich persönlich fürchte, dass diese Herausforderungen in den kommenden Tagen und Wochen noch deutlich größer werden.“ Die Lage in den Krankenhäusern wird jeden Tag angespannter. Der Anteil der Covid-19-Patientinnen und -Patienten an den Intensivbetten im Land stieg auf 28,3 Prozent.
Die Regeln auf einen Blick:
Kontakte: Bei privaten Treffen dürfen ab Mittwoch nur 50 Menschen drinnen und 200 Menschen draußen zusammenkommen - jeweils nur geimpft oder genesen, unabhängig von der Sieben-Tage-Inzidenz. Wenn Ungeimpfte dabei sind, darf man sich nur mit höchstens zwei Personen eines weiteren Haushalts treffen. Die nächtliche Ausgangsbeschränkung für Ungeimpfte in Hotspot-Regionen wird verlängert.
Großveranstaltungen: Konzerte oder große Fußballspiele mit mehr als 1000 Besucherinnen und Besuchern sind künftig verboten. Bund und Länder hatten vereinbart, dass bei überregionalen Veranstaltungen nur 30 bis 50 Prozent der Kapazität genutzt werden darf - höchstens 5000 Zuschauer drinnen, 15 000 draußen. Dabei gilt die 2G-Regel.
Maskenpflicht: Die 2G-Regel mit Zutritt für Geimpfte und Genesene im Einzelhandel, in Gaststätten, Theatern und Kinos gilt weiter, wird aber um eine Maskenpflicht erweitert. Eine Maske muss künftig auch in Bahnhöfen und Flughäfen getragen werden. Von 2G sind Kinder unter 14 Jahren künftig ausgenommen, bisher waren es Kinder unter 12 Jahren.
Hochschulen: Dort kann die 2G-Regel eingeführt werden - mit Ersatzangebot für Studentinnen und Studenten.
Versammlungen: Für Demonstrationen gilt ab Mittwoch im Freien eine Obergrenze von 1000 Teilnehmern - bei Maskenpflicht und Mindestabstand. Drinnen darf die jeweilige Kapazitätsgrenze nur bei Einhaltung des Mindestabstands ausgeschöpft werden. Das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit werde nicht außer Kraft gesetzt, sagte Innenminister Michael Stübgen (CDU).
Clubs und Diskotheken: Sie müssen dicht machen, soweit dort getanzt wird. Bars ohne Tanzmöglichkeit fallen nicht darunter.
Silvester: Wie im vergangenen Jahr gilt ein Ansammlungsverbot und ein Feuerwerksverbot auf bestimmten belebten Plätzen. Der Verkauf von Böllern ist ebenfalls bundesweit verboten.
Bußgeld: Für Verstöße gegen Kontaktbeschränkungen und Maskenpflicht bei Demonstrationen droht ein Bußgeld zwischen 100 und 500 Euro. Wer trotz des Verbots in einer Disco tanzt, dem drohen zwischen 100 und 1000 Euro Bußgeld.
Impfungen: Die Nachfrage ist deutlich gestiegen mit mehr als 170 000 in einer Woche. Die Kinderimpfungen starten in dieser Woche. 140 Brandenburger Arztpraxen beteiligen sich laut Kassenärztlicher Vereinigung aktuell daran. Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hält eine bundesweit einheitliche Linie für den Abstand zwischen der zweiten Corona-Impfung und dem Boostern für notwendig.
Krankenhäuser: Hier wird die Lage jeden Tag angespannter. Der Anteil der Covid-19-Patientinnen und -Patienten an den Intensivbetten im Land stieg auf 28,3 Prozent. Die Brandenburger Warnampel steht hierbei auf Rot, ebenso wie bei der Sieben-Tage-Inzidenz, die leicht auf 642,6 sank. Gelb ist die Ampel bei der