- Symbolbild. Foto: Pixabay
Schlag gegen Automafia in Görlitz
Der Polizei ist ein Schlag gegen die Automafia in der Neißeregion gelungen. Zeitgleich wurden in Görlitz und im polnischen Penzig zwei führende Köpfe im Alter von 27 und 24 Jahren festgenommen. Sie sollen mindestens 16 hochwertige Autos im Wert von rund 350.000 Euro gestohlen haben – vor allem BMW und Audi. Die beiden Polen waren vor allem in der Oberlausitz aktiv. Der in Görlitz festgenommene 27-Jährigen soll z.B. einen Volvo XC 90 in Zittau und einen Audi A 6 im Löbauer Ortsteil Kittlitz gestohlen haben. Sein in Penzig gefasster Komplize soll an zwölf Taten beteiligt gewesen sein.
Die Beiden zogen mit modernster Technik los. Damit konnten sie auch schlüssellos betriebene Autos knacken – ohne Schaden an den Wagen anzurichten. Die Täter nutzten eine Sicherheitslücke der sogenannten Keyless-Go-Systeme aus. Sie fingen das Signal des Transponders ab und konnten so binnen Sekunden den Sicherheitscode auslesen. Die digitalen Einbruchwerkzeuge wurden bei Wohnungsdurchsuchungen der beiden Festgenommenen sichergestellt. Ermittler schätzen, dass die Computertechnik einen Wert von mehreren 10.000 Euro hat.
Dem Zugriff der Fahnder waren monatelange Ermittlungen vorausgegangen. Dabei arbeiteten deutsche und polnische Polizisten eng zusammen – ebenso die Staatsanwaltschaften beider Länder.
Die Ermittlungen gehen weiter. Gesucht werden Komplizen und Auftraggeber. Den beiden Festgenommenen drohen Gefängnisstrafen bis zu 15 Jahren. Sollten sie sich kooperativ zeigen – also Namen nennen – können sie mit Strafnachlass rechnen.
