Schleuser im Kleid akzeptiert Görlitzer Urteil nicht
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Viereinhalb Jahre Gefängnis – das ist einem als Schleuser verurteilten Architekten aus Leipzig offenbar zu viel. Er hat Revision gegen das Urteil des Landgerichts Görlitz eingelegt. Mit dem Fall wird sich nun der Bundesgerichtshof befassen. Der BGH dröselt den Fall aber nicht noch einmal auf, es gibt also keine erneute Beweisaufnahme. Die obersten Richter prüfen das Urteil nur auf Rechtsfehler.
Der Angeklagte hatte rund 150 Migranten von der Slowkai über Polen nach Deutschland geschleust und dafür 10.000 Euro kassiert. Die Flüchtlinge hockten dicht an dicht auf der Ladefläche von Kleintransportern und mussten ihre Notdurft in Plasteflaschen verrichten.
Zur Urteilsverkündung kam der 50-Jährige im schwarzen Kleid.