Schleuser zahlt 10.000 Euro und kommt frei
Ein zu drei Jahren Gefängnis verurteilter Schleuser darf bis auf Abruf die Freiheit genießen. Das Landgericht Görlitz setzte gestern den Haftbefehl aus – gegen eine Sicherheitsleistung von 10.000 Euro. Das Gericht sah keine Fluchtgefahr. Der Iraker wollte das Geld gleich nach Urteilsverkündung einzahlen. Er muss sich außerdem jede Woche bei der Polizei melden.
Der 33-Jährige hatte die Schleusungen koordiniert, nahm Angebote aus dem Internet an, gab Aufnahmepunkte in der Slowakei durch, hielt Kontakt zu Hintermännern. Fahrer war ein Architekt aus Leipzig, der sich gern in Frauenkleidern ans Lenkrad setzte und bereits im Mai zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Ein Dritter der Bande wurde noch nicht gefasst. Das Trio hatte auf sechs Touren 130 Syrer eingeschleust. Pro Fahrt kassierte der Angeklagte 500 bzw. 1.000 Euro.
Eine mitangeklagte Deutsche erhielt Jugendstrafe auf Bewährung. Sie hatte eine Tour begleitet.