Schleuserbande - Durchsuchungen in Görlitz und Leipzig - eine Festnahme
Polizeieinsatz gegen eine Schleuserbande in Görlitz und Leipzig. Heute morgen wurden drei Wohnungen durchsucht. In Görlitz nahmen die Beamten einen 24-jähriger Iraker fest. Ein 23-jähriger Landsmann und eine 21-jährige Deutsche in Leipzig gehören ebenfalls zu den Beschuldigten. Das sagte uns Bundespolizeisprecher Maik Fischer. Sie sollen 174 Migranten in Kleintransportern und Klein-Lkw „unter lebensgefährdenden Bedingungen“ eingeschleust und die Fahrten organisiert haben. Mindestens fünf Fälle sind bekannt. „Auf den Ladeflächen sollen die Geschleusten ungesichert und unter lebensgefährdenden Umständen ohne Stopp von der Slowakei durch Polen nach Deutschland transportiert worden sein“, so Fischer. In Deutschland wurden die Geschleusten an verschiedenen Orten abgesetzt. Mit den Einnahmen sollen die Beschuldigten teilweise ihren Lebensunterhalt bestritten haben. „Wir ermitteln wegen gewerbsmäßigen und bandenmäßigen Einschleusens von Ausländern.“ Smartphones, Datenträger und gefälschte Dokumente wurden sichergestellt.
Den beiden Irakern und der Deutschen kamen die Ermittler auf die Schliche, nachdem sie u.a. die Handy-Daten eines 50 Jahre alten Deutschen ausgewertet hatten. Der Mann war im Sommer vergangenen Jahres am Stadtrand von Bautzen gestellt worden . Er soll mehrere Gruppen syrischer Migranten eingeschleust haben. Derzeit befindet er sich in Untersuchungshaft.
Bei den Maßnahmen kamen insgesamt 65 Bundespolizistinnen und Bundespolizisten zum Einsatz.