Fast drei Jahre Gefängnis für georgischen Taxifahrer

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Das Amtsgericht Bautzen hat heute einen georgischen Taxifahrer zu zwei Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt – und zwar wegen menschengefährdender Schleusung. Der 22-Jährige hatte sich im Februar auf der A 4 eine rund 140 Kilometer lange Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Sie endete in Bautzen an einem Baum. Einer der vier geschleusten Türken wurde lebensgefährlich verletzt. Er konnte durch eine Not-OP gerettet werden.  

Der Angeklagte raste mit 160 Kilometer pro Stunde über die damals winterliche Autobahn und versuchte seine Verfolger abzuschütteln. Mehr als eine Stunde dauerte Flucht. 

Er wollte sich 1.000 Euro verdienen, angeblich für eine 20.000 Euro teure OP seiner schwerkranken Mutter. Die Tat sei durch nichts zu rechtfertigen, so Richter Dirk Hertle. „Sie haben Menschenleben gefährdet. Ich will Sie auf deutschen Straßen nicht mehr herumfahren sehen!“.  Er ordnete eine dreijährige Führerscheinsperre für den zuletzt in Warschau lebenden Georgier an.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.