Schleuserprozess in Görlitz -Angeklagter gibt sich ahnungslos
Ein Ukrainer hat auf drei Touren fast 60 Migranten eingeschleust. Er muss sich derzeit in Görlitz vor Gericht verantworten. In Großhennersdorf bei Zittau flog er auf. Er hatte auf dieser Fahrt 21 Syrer an Bord. Sie waren zusammengepfercht auf der Ladefläche eines fensterlosen Kleintransporters, so der Staatsanwalt.
Der Angeklagte gab sich ahnungslos. Er sei davon ausgegangen, dass sich die Personen in Europa aufhalten durften. Und dann erzählte der 39-Jährige die Geschichte wie so viele Schleuser schon vor ihm: Er habe Geld für seine Familie gebraucht, habe auf Facebook nach Arbeit gesucht und sei so zu dem Job gekommen. 1.000 Euro bekam er für eine der drei Fahrten. Ja, und seinen Auftraggeber, den kenne er nicht. Kontakt mit ihm hatte er nur per Whatsapp und Telefon.
Das Urteil folgt.