Schmerzensgeld für Opfer der Gewaltattacke von Löbau

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Die beiden Opfer der Gewaltattacken vor über einem Jahr in Löbau bekommen Schmerzensgeld. Der Täter – ein 18-jähriger mit türkischen Wurzeln – muss 300 Arbeitsstunden leisten. Fünf Euro pro Stunde gehen direkt in einen Opferfonds. Das Geld wird an die beiden Betroffenen ausgezahlt. Das Amtsgericht im niedersächsischen Peine verurteilte den Angeklagten in der vergangenen Woche zur Fortsetzung des Täter-Opferausgleichs.

Der türkischstämmige Jugendliche hatte einem 17-jährigen Löbauer den Kiefer gebrochen. Laut Anklage schlug er auch auf einen 14-Jährigen ein. Die Tat erregte Aufsehen über Löbau hinaus. Der damals 17-Jährige verließ die Stadt, er zog nach Peine in Niedersachsen. Die Staatsanwaltschaft Görlitz gab den Fall an die Kollegen dort ab. 

Im Zusammenhang mit der Gewaltattacke in Löbau  ermittelte die Polizei 17 weitere Tatverdächtige im Alter von 15 bis 20 Jahren, u.a. wegen des Verdachts auf Körperverletzung, Nötigung und Beleidigung.