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Schönheit und Heilkraft - Osterwasser-Brauch

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Es ist ein alter Brauch. In der Nacht zum Ostersonntag wurde in der Lausitz vielerorts Osterwasser geschöpft, z.B. aus der Schwarzen Elster oder der Spree. Vereinzelt wird der Brauch heute noch gepflegt, vor allem im Spreewald.  Dem Osterwasser werden heilende Kräfte zugeschrieben. Aber nicht nur das! Überliefert ist die Sage, dass junge Frauen, wenn sie sich mit Osterwasser einreiben, ihre Schönheit behalten. Damit aber das Wasser seine Wirkung nicht verliert, gilt es einiges zu beachten.

Regel 1: Schweigen ist Gold. Wer auf dem Weg zum Fluss oder Bach oder auf dem Rückweg spricht oder lacht, hat nur noch Plapperwasser im Krug.

Regel 2: Nicht zu früh, aber auch nicht zu spät das Osterwasser schöpfen. Das Zeitfenster öffnet sich um Mitternacht von Karsamstag zu Ostersonntag und schließt sich mit Sonnenaufgang am Ostersonntag.

Regel 3: Von Ost nach West. Flüsse und Bäche müssen in diese Richtung fließen.

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Knut-Michael Kunoth