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100 Prozent steril „Schrittmacher“ in Görlitz

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Die Skan GmbH in Hagenwerder ist weiter gewachsen. Zwei Fertigungshallen und ein Sozialgebäude wurden  errichtet.  Dafür hat der Schweizer Hersteller von Reinraumausrüstungen und Isolatoren rund 24 Millionen Euro investiert.  Die Zahl der Beschäftigten hat sich auf 240 erhöht. Aktuell sind 15 Stellen frei. Gesucht werden z.B. Ingenieure, Elektriker und Schweißer.

Heute besuchte Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig das Unternehmen. Er sprach von einer Erfolgsgeschichte.  „Die Produkte werden immer wichtiger, auch angesichts der Corona-Pandemie. Skan ist ein Schrittmacher für die Wirtschaft in Sachsen“, so der SPD-Politiker.  Bei Skan bestellen vor allem Kunden aus der Pharmazie,  große Kliniken und Apotheken.  In den Reinraumkonstruktionen können zum Beispiel Medizinprodukte unter sterilen Bedingungen hergestellt  und verpackt werden.

Aufträge aus aller Welt werden in Hagenwerder, einem Ortsteil von Görlitz, erfüllt. Der Produktionsstandort hat sich zum größten innerhalb der Skan-Gruppe entwickelt. „ Die Auftragsbücher sind gut gefüllt. Was uns aber stark beschäftigt, ist die Beschaffung von Komponenten.“ Standortleiter Stefan Stettler sieht sich mit Lieferproblemen konfrontiert, so bei Elektronikteilen.  Ein weiteres Problem: Die Hallen werden mit Erdgas beheizt. „Darauf sind wir angewiesen.“  Dagegen seien Rohstoffe wie Edelstahl aktuell nicht das Problem. Eine Photovoltaikanlage liefert bis zu 20 Prozent des Energiebedarfs des Unternehmens.  Geplant ist, dass auf allen Hallendächern Solarmodule montiert werden. Künftig soll die benötigte Energie komplett aus regenerativen Quellen kommen.

 Skan ging 2013 in Görlitz an den Start.  Die Schweizer haben bislang über  40  Millionen Euro investiert. Im vergangenen Jahr wurde am Standort ein Umsatz von rund 27 Millionen Euro erzielt.

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Reporteer Knut-Michael Kunoth