Schubert zieht Bewerbung zurück - Duell zur Görlitzer OB-Wahl
Es kommt zum Duell in der zweiten Runde zur Oberbürgermeisterwahl in Görlitz. Die Kandidatin der Grünen, Franziska Schubert, tritt nicht mehr an. Damit stehen die Bewerber Sebastian Wippel, AfD, und Octavian Ursu, CDU, im Ring. Schubert gab heute ihren Rückzug aus dem OB-Wahlkampf bekannt."Ich stehe für Kuhhandel nicht zur Verfügung"Sie rief die Görlitzer auf, am 16. Juni für Weltoffenheit und eine freundliche Europastadt wählen zu gehen. Schubert hatte in dieser Woche Gespräche mit dem CDU-Bewerber geführt. Beide seien sich einig, dass gute Dinge wie die Weiterentwicklung der Europastadt und der Bürgerbeteiligung umgesetzt werden müssen. Die Bewerberin hatte in der ersten Runde knapp 28 Prozent der Stimmen erhalten und kam damit auf den dritten Platz. Für "Kuhhandel und persönlichen Vorteil" stehe sie nicht zur Verfügung. Sie werde aber in Görlitz bleiben und für die Stadt arbeiten. CDU-Kandidat will um Vertrauen der Schubert-Wähler werbenCDU-Bewerber Ursu zollte Schubert Respekt. Beide seien sich einig, dass eine gute Zukunft für Görlitz nur durch die Umsetzung der zentralen Idee einer familienfreundlichen und weltoffenen Europastadt möglich sei. Ihr sei es gelungen, Görlitzer aller Generationen für die Interessen unserer Stadt zu gewinnen. Ursu will nun um das Vertrauen der Schubert-Wähler werben. Er kündigte an, dass er im Falle seiner Wahl, seine Parteifunktionen niederlegen will. Er hatte im ersten Wahlgang 30,3 Prozent der Stimmen erhalten. Der AfD-Bewerber Sebastian Wippel ging mit 36,4 Prozent als Sieger in der ersten Runde hervor. Die Wahlbeteiligung lag bei 58,6 Prozent.AfD-Bewerber Sebastian Wippel bedauerte den Rückzug von Schubert. „Schade ist es schon, die Leute wollen ja den Wechsel.“ Beide sind auch Landtagsabgeordnete.