Schweinepest kommt näher
Die Afrikanische Schweinepest rückt näher an die Lausitz heran. Gestern wurde in Polen ein neuer Fall bekannt - östlich von Bad Muskau in der Wojewodschaft Lebus, nur zwölf Kilometer von der Grenze zu Sachsen entfernt. Deutschland und Polen haben die Vorsorge schon verstärkt. Die Bedrohungslage sei unverändert. Die Präventionsmaßnahmen würden regelmäßig überprüft, es bestehe enger Kontakt zu den Behörden im Nachbarland und es entstünden Schutzzäune entlang der Lausitzer Neiße.
Morgen wird Sozialministerin Petra Köpping in Bad Muskau über weitere Schutzmaßnahmen Auskunft geben und auch die Wildschweinbarriere besichtigen. Zuletzt war Anfang Januar ein positiv getesteter Wildschwein-Kadaver 21 Kilometer von der Grenze entfernt nordöstlich von Bad Muskau gefunden worden.
An der Neiße bei Guben wurden schon vor Weihnachten die ersten Schutzzäune aufgestellt. Sie sind knapp einen Meter hoch, stehen unter Strom und sondern Düfte ab.
Für Menschen ist die Tierseuche ungefährlich. Allerdings dürfte der erste Nachweis bei einem Wild- oder Hausschwein in Deutschland wirtschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen. Die Bundesrepublik würde den Status als „seuchenfrei“ verlieren, es drohen Exportstopps für Schweinefleisch etwa nach Asien.